Fett
in der Ernährung
Fett
ist ein wichtiger Nährstoff in der
menschlichen Ernährung und unterscheidet sich von Eiweiß
und Kohlenhydraten
darin, daß es mehr als doppelt soviel Energie bereitstellt.
Ein Gramm Fett liefert beispielsweise ca. 9 kcal, während ein
Gramm Eiweiß und ein Gramm Kohlenhydrate
jeweils ca. 4 kcal liefern.
Die
aufgenommenen Fette werden entweder
stoffwechsel-physiologisch "verbrannt", wie die im Hanfsamen
enthaltenen essentiellen
Fettsäuren
oder in Form von Bau- und Speicherfett im Gewebe gespeichert, wie die gesättigten
Fettsäuren.
Darüber hinaus haben sie wichtige Funktionen als Bestandteile
von
Zellmembranen und als Ausgangssubstanzen für den Aufbau von Eikosanoiden
sowie andere biologisch wirksame Substanzen (z.B. Hormone).
Fettgewebe
schützt außerdem die inneren Organe (z.B. Gehirn,
Leber,
Nieren) vor Verletzungen, und das Unterhautfettgewebe verhindert
bekanntermaßen Wärmeverluste.
Der
Gesamtverzehr in der Bundesrepublik beträgt pro Person und Tag
etwa 154 Gramm einschließlich der sogenannten "versteckten
Fette". Diese Menge übersteigt bei weitem die
Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung,
die 25 bis 30% des Gesamtenergiebedarf empfiehlt. Bei einem
Energiebedarf von etwa 2000 kcal würde der Tagesbedarf
an Fett bei durchschnittlich 55 bis 65 Gramm liegen.
Eine
überhöhte Zufuhr an Fett ergibt sich
hauptsächlich aus dem Verzehr versteckter Fette,
die in Fleisch, Wurst, Käse, Eiern und Milch enthalten sind
(z.B.
enthält ein Liter Vollmilch 38 Gramm Fett). Alle tierischen
Nahrungsmittel, einschließlich aller Milchprodukte enthalten
zusätzlich zu dem Fett noch Cholesterin.
Die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mit der
täglichen Nahrung nicht mehr als 300 mg Cholesterin
aufzunehmen.
Diese Menge ist bereits in dem Eigelb von einem Ei oder in 125 g Butter
oder in 300 g 50%igem Käse enthalten. Das Zuviel an
Cholesterin
wird im Organismus auf den Innenflächen der Arterien besonders
in
den Herzkranzgefäßen
abgelagert, die sich dadurch verengen.